Montag, 14. Januar 2013

Ein Stück Deutschland



Wir brauchten nach den ganzen atemberaubenden Dingen die wir gesehen hatten ein wenig das Gefühl nach Heimat. Also sind wir nach Hahndorf gefahren. Dieser kleine Ort wurde 1839 von 50 Lutheraner Familien gegründet, die aus Preußen geflohen waren.
Heute kann man dort Allerlei leckeres Essen, wie auf der Speisekarte zusehen ist.
Uns gefällt besonders gut das „Trio of Wursts“. :)
Nach dem wir etwas durch den Ort spaziert waren, sind wir in ein kleines Cafe eingekehrt.
Da es sehr warm war, haben wir uns ein Eis und eine Eisschokolade gegönnt.
Traditional Germna Dishes

The Bavarian Bum Burner :)



Von Hahndorf ist es nicht mehr weit bis nach Adelaide, aber da der Tag schon vorrangeschritten war, beschlossen wir erst am nächsten Tag in die Stadt zu fahren.
In Adelaide angekommen, viel uns auf, dass es kein Problem darstellte, in der Innenstadt Auto zu fahren. Ganz im Gegensatz zu Sydney oder Melbourne. Adelaide ist eine etwas entspanntere Stadt, alles machte einen etwas gelasseneren Eindruck.
Wir haben sogar einen Parkplatz in der Innenstadt gefunden. :)
Als erstes sind wir durch die Einkaufspassage geschlendert.

Wenn man genau hinsieht kann man uns sehen.

An jeder Ecke stand jemand und hat Musiziert. Besonders gefallen hat uns ein langbärtiger, riesiger Rocker, der Elfen gleich Querflöte gespielt hat. Wir konnten nicht mehr vor Lachen. :):):)
Weiter ging es an der Universität vorbei, zum River Torrens, an dessen Ufer wir vorbei am „Adelaide Festival Center“ und dem weltberühmtem „Adelaide Oval“  zum Botanischen Garten gelaufen sind.
Hier waren Amazonas Lilien ausgestellt. Die Blätter waren so groß, da hätte Sebastian sich, wenn er nicht so schwer wäre,  zum schlafen drauf legen können. :)
 
Blick auf das Adelaide Festival Center



Amazonas Lilie


Afrikanischer Sausage Tree

Danach haben wir uns auf den Rückweg zum Auto gemacht und sind in Richtung Port Augasta gefahren, um uns in Richtung Nullabor Plain auf zumachen. Kurzfristig haben wir uns um entschieden und machten noch einen „kleinen Abstecher“  ins Outback zur Opalhauptstadt Cooper Pedy.
Aber davon mehr beim nächsten Mal. 



Zum Schluß noch ein Paar Bilder von unserem Weg nach Adelaide.






Sonntag, 13. Januar 2013

Der Grampian Nationalpark




Nachdem wir auf der Great Ocean Road noch etwas gefroren hatten, wurde es jetzt sehr heiß.
In Halls Gap angekommen, ein kleiner Ort in den Grampians,  waren wir total überhitz.
Also haben wir uns kurzer Hand eine eiskalte Dusche auf einem Caravan Park gegönnt. In der Rezeption vom Campingplatz hing eine Wetterstation und diese zeigte uns 45 Grad an. Das war wirklich heftig.
Am nächsten Tag haben wir uns eine Rundtour vorgenommen, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Grampians beinhaltet. Als erstes ging es zum Boroka Lookout, von dem man einen schönen Blick auf Halls Gap hat.
Danach zum Reed Lookout und zu den berühmten Balconies.
Blick auf Halls Gap





The Balconies

Von dort führte unser Weg zu den wunderschönen McKenzie Falls. Das Highlight vom ganzen Nationalpark, wie wir finden.
Man konnte oben, vom Anfang der Wasserfälle, bis ganz nach unten gehen und hatte immer wieder ein kleines Plateau von dem man ein Blick auf die Fälle hatte.
Da diese Fälle nicht gerade klein waren, ging es ganz schön weit runter ins Tal. Uns graute es schon vor dem Aufstieg und es waren einige Leute mit uns auf den Treppen, bei denen wir dachten wie wollen die das nur wieder nach oben schaffen. Aber sie müssen es wohl geschafft haben, wir haben nichts von vermissten Personen gehört. :)










In unserem Reiseführer haben wir gelesen, dass es in den Grampians einige wichtige Felsmalereien der Aborigines geben soll.  Wir haben uns also auf den Weg zum Ngamadjidj Shelter gemacht, wo Überreste von Feuerstellen und Steinwerkzeugen gefunden wurden. Die Wandmalereien sind ungewöhnlich, da sie nur mit weißer Farbe gemacht wurden.


Damit waren wir schon am Ende unserer Tour durch die wirklich wunderschönen Grampians.
Als Nachtlager hatten wir uns eine Rest Area kurz vor der Grenze von South Australia ausgesucht.
Im Radio hörten wir einen sehr interessanten Sender. Es kam einem vor, als ob der Moderator von seiner Couch zu Hause aus sendet und etwas beschwipst wäre.  
Seine Musikauswahl war, sagen wir mal, ungewöhnlich. Er spielte einen Technomix von Mike Olfileds Innocent danach lief dann was Aktuelles und dann kam die Titelmelodie zum Spiel Mortal Combat. Zwischendurch sagte er dann immer noch an wo gerade Buchfeuer wären und welche Straßen gesperrt sind. Unsere Straße war zum Glück wieder freigegeben, sie wurde wegen starkem Rauch gesperrt. Welchen wir später auch noch sehen konnten. 
Der Himmel wird von Rauch verdunkelt

An den Zielkoordinaten unsers Nachtlagers angekommen, befand sich leider keine Rest Area mehr. Sie musste schon vor einiger Zeit geschlossen worden sein. Also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und an diesem Abend noch die Grenze zu South Australia überschritten.
Unsere erste Stadt in South Australia, die wir erkundet haben, heißt Mount Gambier. Hier gibt es einen erloschenen Vulkan am Stadtrand, dessen Krater sich mit Wasser gefüllt hat. Im Winter sieht das Wasser normal blaugrau aus aber im Sommer färbt es sich tief türkisblau. Die Wissenschaftler haben noch nicht ganz erforscht woran das liegt. Eventuell sind es Kalzitristalle die sich wen es wärmer ist schneller ausbilden. Die Fotos sind nicht bearbeitet der See ist wirklich so blau. :) Es war wirklich unglaublich!
Blue Lake

In der Stadtmitte haben wir uns dann noch die Cave Gardens angeschaut. Das ist ein Loch mitten in der Stadt welches rundherum schön bepflanzt wurde. Von diesen Löchern findet man mehrere in der Umgebung von Mount Gambier.


Wenn wir genug Zeit finden, gibt es in den nächsten Tagen zwei weitere Beiträge. Seit also gespannt, es lohnt sich wirklich vorbei zuschauen auf unserem Blog. :)

Freitag, 4. Januar 2013

Great Ocean Road



Nach dem wir uns am 1.1.2013 ausgeschlafen hatten, sind wir am nächsten Tag die erste Hälfte der Grat Ocean Road gefahren. Auf diese Strecke haben wir uns besonders gefreut. Leider war Nicole Krank, nicht nur wegen der kurvigen Strecke, doch sie hat sich tapfer geschlagen. Der erste Abschnitt schlang sich durch die Berge an der Steilküste. Als Fahrer musste man aufpassen das man sich nicht zu sehr von der schönen Aussicht ablenken lässt und nicht in der nächsten Kurve den Abhang ins Meer stürzt. :)

Unseren ersten Stopp haben wir in Lorne gemacht und sind die 250 Stufen zu den Erskins Falls herab gestiegen. Diese mussten wir natürlich auch wieder nach oben steigen was ganz schön anstrengend war.
Erskins Falls



Erskins Falls

Als nächstes sind wir zum Teddy´s Lookout und haben den Blick auf das Meer genossen.




Einige Kilometer weiter auf der Great Ocean Road steht Australiens ältester Leuchtturm von 1848. Leider kann man ihn nur besichtigen wenn man Eintritt zahlt, ansonsten bleibt einem nur ein Blick von weitem. Doch die Fahrt zu dem Leuchtturm war nicht ganz umsonst, denn auf der Strecke hingen überall in den Bäumen kleine Koalas. Die sich auch gerne Fotografieren ließen. 




Mittlerweile wurde es Abends und wir mussten uns auf den Weg zum anvisierten Campground machen. Wir kamen aber nicht weit. Denn zwei Backpackerinnen hatten Probleme mit ihrem Auto und brauchten Starthilfe. Nach erfolgreichem Starten des Motors ging es die letzten Kilometer zum Campground. Da gerade Sommerferien sind, ist hier Hochsaison und der Campground war total überfüllt.Wir uns einfach davor hingestellt mit einigen anderen in der Hoffnung das keiner kontrollieren kommt oder sie ein Auge zudrücken. Wir hatten wahrscheinlich Glück, denn es war kein Zettel an der Scheibe und keiner hat uns geweckt oder was mitbekommen. 
Frisch ausgeschlafen haben wir uns an den Zweiten Teil der Great Ocean Road gemacht.
Nach dem wir in Melbourne noch leicht gefroren haben wurde es nun wärmer und wenn es wärmer wird kommen mehr Fliegen. Wir dachten in Griffith war es heftig mit den Fliegen. Aber nein hier war es noch schlimmer. Trotzdem haben wir versucht uns nicht davon stören zu lassen und haben als erstes die 12 Apostel bestaunt. Das sind einsame Felsnadeln die durch das Meer ausgewaschen wurden. Sehen kann man davon aber nur noch 6 Stück.
12 Apostel

12 Apostel



Danach ging es zum Loch Ard Gorge, benannt nach dem Klipper Loch Ard der dort gesunken ist.
Gleich daneben ist die Thunder Cave, leider war der Wellengang gerade etwas zu niedrig, so das wir nur leicht erahnen konnten was mit Thunder gemeint ist.
Razorback

Loch Ard Gorge

Thunder Cave

Nun waren wir schon fast am Ende der Great Ocean Road und haben uns auf den Weg zu unserem Nachtlager gemacht.
Als nächstes werden wir die Grampians erkunden. Mal schauen wie es wird, da die Temparaturen jetzt ganz schön angezogen haben. 45 Grad Celsius hatten wir heute und die Feuer Warnstufe steht auf Very High. Das ist eine Stufe vor Catastrophik oder Code Red der höchsten.
 
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende.

Dienstag, 1. Januar 2013

Happy New Year

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr. Wir hoffen ihr habt den Jahreswechsel alle gut überstanden und ordentlich gefeiert. :)
Die Stadt Melbourne hat an vier Locations in der Innenstadt Bühnen aufgebaut mit Livemusik und Showprogramm. Wir haben uns für die Bühne an den Docklands entschieden. Dort haben wir uns mit Leny und einer Freundin von ihm getroffen. Leny kennen wir aus dem Hostel in Griffith und da die Welt klein ist kommt seine Bekannte natürlich auch aus Berlin. :)
Leider gibt es dort nicht wie in Deutschland gewohnt Stände mit alkoholischen Getränken, denn die Veranstaltungen sind alle alkoholfrei. Nur in den umliegenden Bars gibt es etwas zu Trinken.
Wir hatten Glück und haben noch einen Platz ergattern können.
Um Mitternacht wurde dann das Feuerwerk gezündet, an 26 Punkten in der Stadt, wovon 18 auf die Wolkenkratzer verteilt waren. Die Vorbereitungen dafür haben neun Monate gedauert und mehr als 2 Millionen Australische Dollar gekostet.
Hier ein paar Impressionen:














Der Rauch vom Feuerwerk verzieht sich

Nach dem Feuerwerk haben sich die meisten Leute auf den Weg nach Hause gemacht. Auch die  Partys von der Stadt waren um 1 Uhr beendet. Nicht sehr standfest die Bewohner von Melbourne. :) Was sich auch auf dem Weg zur Bahn bemerkbar machte, trotz Alkoholverbot gab es beachtlich viele Schnapsleichen. Frauen die nicht mehr laufen konnten und über der Schulter getragen werden mussten oder auch nette Familienväter, die ihren zu viel konsumierten Alkohol an der Bar oder besser gesagt im hohen Bogen über die Bar zurück gegeben haben. :) Was allerdings nett ist, man darf an dem Abend kostenlos die Bahnen und Busse benutzen und sie fahren die ganze Nacht, leider nur einmal die Stunde. Also durften wir dann noch 40 Minuten zu unserem fahrbaren Zuhause laufen.
Soviel von uns.
Wie und wo habt ihr das neue Jahr gefeiert?